Was macht ein Recruitingvideo authentisch? Die Top 5 Faktoren -Recruitingvideo Report #2

In unserer zweiten Ausgabe des Recruitingvideo Reports, geht es um die Frage was ein Recruitingvideo wirklich authentisch macht. Hier findet ihr unsere Top 5 Faktoren!

„Für wahre Authentizität sorgt man, indem man nach den Wahrheiten sucht, egal ob Testimonial oder nicht. Die wahren und echten Stories stecken in den Mitarbeitern und in den Projekten die sie umgesetzt haben.“

Schein oder nicht Schein, das ist hier die Frage! 😉 Authentizität ist wenn Schein und Sein im Einklang scheinen.

Wenn ein Kamerateam im Unternehmen ist, es ist selbstredend keine natürliche Situation, es kann alleine deswegen „awkward“ und unauthentisch werden, es sei denn: man lässt Raum für Authentizität. Das Setting des Settings ist entscheidend.

1. „Der Fisch stinkt meist vom Kopf.“

Zuallererst muss die Leitung den Anspruch haben Authentizität zuzulassen und wenn es wirklich gewünscht ist, dann muss es auch durchgezogen werden. Es gibt kein „mittel-authentisch“. Entweder man ist es, oder man ist es nicht. Entweder man glaubt dir, oder man glaubt dir nicht. Ganz einfach.

2. Man findet nicht die Wahrheit, man sucht sie.

Für wahre Authentizität sorgt man indem nach den Wahrheiten sucht, egal ob Testimonial oder nicht, die wahren und echten Stories stecken in den Mitarbeitern und in den Projekten die sie umgesetzt haben.

Die ganzen Geschichten und Facetten von der Arbeit, die in den Köpfen der Mitarbeiter schlummern, sind wahre Schätze für kreative Konzepte, Redakteure, usw.

Bedeutet: Wir müssen Vorgespräche führen mit den Mitarbeitern.

Nicht umsonst sind Mitarbeitergespräche Teil der EVP (Employer Value Proposition)!

Jetzt mal unter uns: Schon jede Menge EVPs gesehen, die Dinger sind ja schön und gut,
geben aber eigentlich nur die Richtung vor.

Wenn man sich nur auf die EVP konzentrieren würde, kommt halt das raus, was bei der evp nur entstehen soll: Werte.

Aber was sind Werte ohne Stories? Worthülsen?

3. Authentizität am Set

Jetzt geht es um jede Menge Fingerspitzengefühl, das vom Redakteur oder vom Regisseur ausgehen muss! Da muss man auf Folgendes achten:

– Kann er oder sie dafür sorgen, dass sich alle am Set wohlfühlen?
– Kann er oder sie echte Momente einfangen? Also sowohl in “gespielten” Situationen, als auch in echten Gesprächssituationen/Interviewsituationen.

Ich betone hier “Gesprächssituationen”, weil viel Redakteure Interviews führen, aber nicht wissen, dass man eigentlich Gespräche führen muss, vor der Kamera.

Aber das ist ein anderes Thema, dazu wird es auch noch ein Video geben.

– Hat der Konzepter die Marke auch wirklich verstanden, oder hat er nur vor einen authentischen Film zu machen?
– Diese beiden Dinger hier müssen nah beieinander sein, weil sonst fühlt sich das Ganze nicht mehr authentisch an.

Ich bin Fan von neuen Umsetzungstechnologien, wenn sie Mehrwert für die Story bieten.
Ich sehe manchmal, dass Leute irgendwie einfach nur Methodiken anwenden, um einfach nur was neues zu bringen, aber dabei die Marke und die Authentizität dabei flöten geht.

Also macht man etwas nur um irgendwie innovativ zu sein, oder macht man etwas, weil es funktioniert?

Aber das ist nochmal ein anderes Thema…

Jetzt nochmal was ganz anderes.
Es kommt ja auch mal vor, dass getextet wird, und da ist die Frage:

– Kann der Texter auch Gesprochenes schreiben, oder leidet er grundsätzlich an Generik und Texterkrankheit?

Wenn die Aufgabe ist, authentisch zu sein, dann sollte man sich auch die Frage stellen: Traut sich das Konzeptionsteam mal so richtig authentisch zu sein?
Es gibt sehr viele Videos die nur halb den Versuch starten authentisch zu sein, aber so richtig echte Einblicke, das konzeptionell clever einzubauen? Hab ich ehrlich gesagt noch nicht so viel davon gesehen!

Ich finde, wir haben auch die Verantwortung in gewisser Art und Weise Corporate zu inspirieren und zu pushen auch noch authentischer zu werden und sich nicht zu sehr zu früh abspeisen zu lassen und für Authentizität zu kämpfen.

Employer Branding ist relativ weit im Vergleich zu Corporate, aber trotzdem finde ich, geht da noch jede Menge!

Kommen wir zu Schritt Numero 4: Postproduktion!

Viel zu technisch, das überspringen wir kurz, außer:
Nur weil man authentischen Inhalt hat, heißt es nicht dass es langweilig sein darf!
Also muss man schon ne gewisse Prise Magie reinwürzen, damit das Ganze nicht langweilig wird.

Kommen wir also direkt zu Nummer 5: Distribution!

Ich kenn das manchmal, wenn irgendwie ein Video besonders cool und authentisch ist, und man dann aber in den Kanälen, in denen man das bewirbt, wieder werbetextmäßig unterwegs ist. Also: wenn ihr das Ganze an Facebook, LinkedIn usw. gebt um das Video zu distribuieren, achtet darauf dass der Text, der das Ganze anteasern soll, in einem ähnlichen Tonus und auch weiterhin authentisch bleibt!

So, das solls auch schon gewesen sein. Vielen lieben Dank fürs Zuschauen/lesen 😉 !
Ich hoffe, ich konnte euch gewissen Input liefern!
Wie immer, schreibt mir gerne in den YouTube-Kommentaren oder Facebook Kommentaren was für Fragen ihr habt, damit ich beim nächsten Video darauf eingehen kann. Ansonsten, schreibt mir gerne eine Mail unter p.parniani@blickkraft.de, oder schaut auch gerne auf der Facebookgruppe vorbei “HR Video – Bewegtbild im Personalmarketing”.

Bis dahin, Tschüss und Auf Wiedersehen!

Euer Payam

Hier direkt zu den nächsten zwei Videos:

RVR#3 – Was bedeuten die heutigen Sehgewohnheiten für Employer Branding?

RVR#1 – Was macht ein gutes Recruitingvideo aus?

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